Utility

US

Contact Menu

User account menu

Cart Flyout

BLK Showroom

Cartoon man scanning an outdoor space with a BLK2GO

Demokratisierung der Realitätserfassung, Teil 4: Eine Liebeserklärung an den mobilen Scanner BLK2GO.

Von Christopher Curley

|
03/16/2023

Wie der Leica BLK2GO alles, was ich bisher über das Scannen gelernt hatte, auf den Kopf stellte.


Zu diesem Zeitpunkt meines Ausflugs ins Reich des Laserscannings hatte ich schon viel Zeit mit auf Stativen montierten Scannern, den sogenannten "terrestrischen Laserscannern", insbesondere mit dem Leica BLK360 G1 und dem neuen BLK360, verbracht. Dazu musste ich mich einerseits mit den Feinheiten dieser Geräte vertraut machen und mir andererseits nicht nur bewusst werden, dass es einige Minuten dauern wird, das Gerät von einem Ort zum anderen zu bewegen, sondern auch daran denken, nicht selbst in das Scanbild zu geraten und versuchen, das Eindringen von Objekten und Personen in den Scanbereich zu vermeiden. Außerdem musste ich die Scans vor Ort an bestimmten Punkten ausrichten, um sie vor der endgültigen Registrierung im Büro zu registrieren. Ganz zu schweigen von der Überprüfung des Batteriestandes, um sicherzustellen, dass den Scannern nicht mitten im Scanvorgang der Strom ausgeht.      

Kurz gesagt: Es war ein großartiger Lernprozess. Aber er hat mich nicht zur Gänze auf den BLK2GO vorbereitet.  

Glücklicherweise meine ich das aber im positiven Sinne.

Es wäre nicht fair zu sagen, dass der BLK2GO keine Lernkurve hat, aber die Wahrheit ist, dass sie, wenn überhaupt, nur sehr flach ist. Von allen Scannern, die ich bisher verwendete, und allen Scans, die ich bislang durchführte, ist dieser leichte, leistungsstarke mobile Handscanner derjenige, von dem ich am ehesten überzeugt bin, dass jeder in weniger als 20 Minuten lernen könnte, ihn einzurichten und zu bedienen. Und dank der BLK Live-App würde ich, wenn ich jemandem beibringen wollte, wie großartig Laserscanning ist, genau mit diesem Gerät beginnen.    

Aber lassen Sie uns zuerst ein wenig zurückblicken, um uns die Unterschiede zwischen dem BLK2GO und seinen terrestrischen Geschwistern anzusehen.

 

Es ist die SLAM-Technologie

Genau wie terrestrische 3D-Laserscanner verwendet auch der BLK2GO eine Kombination aus LiDAR und Kameras, um einen Bereich abzubilden und die resultierende Punktwolke einzufärben. Im Gegensatz zu diesen Scannern, mit denen Sie eine Reihe von statischen Scans, die von gemeinsamen Punkten aus ausgerichtet werden, anfertigen, benötigt der BLK2GO keine separaten Setups. Er scannt kontinuierlich, während Sie sich bewegen, was bedeutet, dass er auch ständig seine Position - und die seiner Daten - im Verhältnis zu allem anderen im Auge behalten muss.    

Zu diesem Zweck nutzt der Sensor eine Kombination der simultanen Positionsbestimmungs- und Kartierungstechnologien (SLAM): LIDAR SLAM, das Laserimpuls-Feedback verwendet, um die Geometrie einer Umgebung zu identifizieren; visuelles SLAM, das die integrierten Kameras verwendet, um Ähnlichkeiten von Bild zu Bild zu verfolgen; und eine inertiale Messeinheit (IMU), die Bewegung, Drehung und Geschwindigkeit verfolgt. Nimmt man all das zusammen, erhält man die "GrandSLAM"-Technologie des BLK2GO (offensichtlich haben wir begeisterte Sportfans im Branding-Team).  

Wie all diese Dinge so gut zusammen funktionieren, übersteigt mein technisches Wissen. Wichtig ist eigentlich nur, dass es so gut funktioniert, dass man es nur selten hinterfragen muss.

 

Vor Ort

Mann scannt die Piazza d'Italia mit einem BLK2GOBisher habe ich nur setupbasiertes Scannen durchgeführt (fast hätte ich gesagt "stativbasiertes", aber einer der Vorteile des Leica BLK360 G1 und des neuen BLK360 ist, dass sie von jeder stabilen Oberfläche aus scannen können). Diesen Handscanner einzuschalten und mit der Arbeit loszulegen, das war sozusagen eine Offenbarung. Durch die Verwendung der BLK Live-App konnte ich zudem eine visuelle Darstellung einer unterabgetasteten Teilmege von Punkten sehen, die in 2D oder 3D ausgefüllt wurden, so dass ich die Abdeckung, die ich zu einem bestimmten Zeitpunkt erhielt, überprüfen konnte. Und wenn ich zu irgendeinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, noch mehr Details zu benötigen, konnte ich anhalten und warten, bis der Scanner die Wolke mit einer höheren Dichte füllte. Die Echtzeitinformationen sind eine Revolution und die Bedienung des Geräts (wobei ich darauf achten musste, den Scanner vor meinen Körper zu halten, um die Scandaten nicht zu beeinträchtigen) war völlig intuitiv.        

Als Ort für das Scannen wählte ich die Piazza d’Italia hier in New Orleans. Dies ist ein unglaubliches Beispiel für von Italien inspirierte postmoderne Architektur inmitten von Wolkenkratzern, die in den 1970-iger Jahren erschaffen wurde, um die lange Tradition der italienischen Einwanderung und der italienisch-amerikanischen Kultur in New Orleans zu feiern. Sie weist komplexe geometrische Formen auf, von scharfen Ecken und Rundbögen bis hin zu terrassenförmigen Stufen und konischen Säulen.  

Der BLK2GO meisterte diese Elemente mit Bravour, da er sogar mehr Bereiche erfasste, als ich durch die App sehen konnte. Es war umwerfend, eine Punktwolke ohne Scan-Schatten zu erstellen. Mit einem terrestrischen Scanner hingegen musste ich akribisch vorgehen, um zwischen den Aufnahmen Schatten zu vermeiden (eine einzelne Aufnahme kann z.B. nicht „sehen“, was sich hinter einem Gegenstand, wie z. B. einer Lampe oder einem Schreibtisch, verbirgt), und das gelang äußerst selten. Mit dem Handscanner allerdings konnte ich einfach um Objekte herumlaufen und sicherstellen, dass ich alles auf dem Bild hatte.    

In weniger als 20 Minuten hatte ich eine reichhaltige und detaillierte Punktwolke der gesamten Piazza erstellt.

Unterschiede in den Daten und in der Datenverarbeitung

Das Scannen war ein Kinderspiel, aber es sollte erwähnt werden, dass die Daten, die man mit dem BLK2GO erhält, sich von anderen Scannern, die ich getestet habe, unterscheiden, sowohl optisch als auch funktionell. Zunächst einmal sind die Daten weniger präzise, die Genauigkeit beträgt plus/minus 10 mm, während die des neuen Leica BLK360 4 mm beträgt. Und da keine statischen Aufnahmen erstellt werden, kann sich diese Abweichung noch vergrößern, wenn Sie sich nicht zu einem Punkt bewegen, um eine detaillierte Erfassung zu erhalten.    

Einer der angenehmen Aspekte des BLK2GO ist jedoch, dass man die Scans nicht unbedingt ausrichten muss. Mit dem Handheld-Scanner macht man einen "Spaziergang", und alle Daten - z. B. von meinem 20-minütigen Scan der Piazza, der insgesamt 128 Millionen Punkte umfasste - mussten nicht ausgerichtet werden, sondern ergaben ein vollständiges Bild von oben bis unten. Das würde sich ändern, wenn mehrere Spaziergänge kombiniert worden wären. Aber es war trotz allem eine angenehme Funktion.    

Natürlich war es immer noch möglich, die Daten zu Hause in Leica Cyclone REGISTER 360 PLUS zu bereinigen, um unerwünschte Punkte zu entfernen, aber das ist nicht unbedingt erforderlich. Stattdessen lud ich den Scan ins HxDR hoch, das die Punktwolke automatisch sowohl verarbeitete als auch einfärbte und automatisch ein Netz aus den Daten erstellte (übrigens ein überaus gut aussehendes Netz). Die Einfachheit des Prozesses vom Anfang bis zum Ende war erstaunlich.    

Punktwolkedaten des BLK2GO von der Piazza d'Italia

 

Abschließende Gedanken

Der BLK2GO ist leicht, tragbar, hat eine lange Akkulaufzeit und eignet sich hervorragend zum Scannen, wenn man sich schnell innerhalb eines Bereiches bewegen muss. Dieses Gerät ist so angenehm in seiner Verwendung, dass ich es einfach weiterempfehlen kann. Ich fand auch die Möglichkeiten der Zusammenführung von Daten zwischen verschiedenen Geräten sehr interessant. Was wäre, wenn ich den BLK360 für detailliertere Scans verwenden und dann zum BLK2GO wechseln könnte, um die unzugänglichen Winkel und Ritzen zu erfassen? Das ist eine perfekte Kombination, eine Art Paradies für Modellbauer.