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09/18/2019

Das Deutsche Rote Kreuz erstellt unter Verwendung des BLK360 eine Trainingsplattform für freiwillige Rettungssanitäter

Leica BLK360 in ambulance

In Deutschland ist ehrenamtliches Engagement für eine funktionierende und harmonische Gesellschaft unerlässlich, vor allem im Bereich der Feuerwehr- und Rettungsdienste. Gemäß dem Deutschen Freiwilligensurvey 2014 verrichtete über 40 % der Bevölkerung über 14 Jahre Freiwilligenarbeit und viele Feuerwehren sowie Rettungsdienste bestehen größtenteils aus Ehrenamtlichen. Diese halten auch Wachdienst bei Wochenend- und Sportveranstaltungen sowie anderen öffentlichen Aktivitäten ihrer Gemeinde.   

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) profitiert vor allem von der Freiwilligenarbeit. Thomas Pilz, Projektleiter für die Ausbildung mit VR beim DRK, arbeitet auf einem einzigartigen Gebiet. Er kreiert VR-Trainingsprogramme und digitales lebenslanges Lernen für freiwillige Sanitäter. Laut Thomas sind beinahe 80 % der DRK-Sanitäter ehrenamtlich Engagierte. Sie verbringen viel Zeit außerhalb ihres Freundes- und Familienkreises, um ihre Fähigkeiten in ambulante Dienste sowie Rettungs- und Sanitätsdienste einzubringen und um Schulungen des DRK zu besuchen, da sie insbesondere den Umgang mit den Ambulanzen des DRK erlernen müssen.    

Ehrenamtliche Sanitäter des DRK müssen normalerweise zumindest ein Vorort-Training in einem DRK-Ambulanzwagen absolvieren. Das bedeutet jedoch, dass diese vom aktiven Einsatz abgezogen werden, um Freiwillige zu trainieren. Das Ziel von Thomas bei der Erstellung eines VR-Trainingserlebnisses ist es, das Training zu verbessern, indem es für Freiwillige effizient, effektiv, immersiv und flexibel wird.  

Thomas sagte: "Wir wussten, wie wir die Ausbildung durch Verwendung von VR effizienter, kostengünstiger und auch für junge Menschen attraktiver gestalten können.

Es ging um einen Rettungsfahrzeugsimulator, ähnlich einem Flugsimulator. Das bedeutete, dass der VR-Simulator so realistisch wie möglich zu gestalten war und da wurde uns klar, dass der BLK360 das beste Werkzeug dafür sein würde. 

Verwendung des BLK360Thomas und sein Team nahmen die Herausforderung an, die genauen Abmessungen und Bilder des Innenraums eines Ambulanzwagens des Deutschen Roten Kreuzes zu dokumentieren. Sie hatten keine Erfahrung mit Laserscanning bzw. mit Instrumenten zur Realitätserfassung, aber Leica Geosystems freute sich, Thomas einen BLK360 bildgebenden Laserscanner zu leihen, damit er das Innere eines DRK Ambulanzwagens scannen konnte. Somit war sein Team in der Lage, eine exakte VR-Nachbildung des Innenbereichs des Ambulanzwagens zu Trainingszwecken zu erstellen. Die einfache Bedienung des BLK360 ermöglichte es Thomas, mit mehreren Scans jegliche Abmessung des Innenraumes und der speziellen Ausrüstungen zu erstellen.   

"Es ging wirklich darum, eine perfekte Kopie eines Krankenwagens anzufertigen", sagte Thomas. "Die Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes sind standardisiert und in ganz Deutschland innen ident. Dieses Training setzt einen ersten Standard. Wir planen sogar, einen Schritt weiterzugehen und globale Trainingsmodule zu schaffen, die z. B. im Mittleren Osten oder Südostasien eingesetzt werden können, da das Innenleben der dort eingesetzten Krankenwagen des Roten Kreuzes, außer einigen kleinen Unterschieden, fast ident sind.    

Dieser Ansatz für VR-Trainings hat nicht nur die Kosten- und Zeitersparnis für die Ausbildung von Freiwilligen, sondern auch den Zugang zu Trainingsmaßnahmen enorm beeinflusst. "Anstatt dass die Leute immer zur Schulung in die Zentrale kommen, können sie diese zu Hause oder wo auch immer sie sind absolvieren", sagte Thomas. "Wir verwenden VR-Headsets, die zu 100 % mobil und unabhängig vom Internet sind, so dass es keine Rolle spielt, wo die Einzelnen leben. Sie können so die Grundausbildung absolvieren und das macht die Ausbildung für Freiwillige attraktiver, weil es auch ihnen Zeit spart."   

Nach den Reaktionen, die das DRK deutschlandweit erhalten hat, war dies ein Weg, die Ausbildung von Freiwilligen auf den Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen. Da Freiwilligenorganisationen oft um Ehrenamtliche konkurrieren, hilft dies dem DRK, mehr Ehrenamtliche zu gewinnen. VR-Anwendungen geben den Studenten eine klare Vorstellung bis zum letzten Pixel über das Innenleben eines Krankenwagens, sagte Thomas. "In Zukunft werden wir dieses System nutzen, um es in allen mit dem Deutschen Roten Kreuz verbundenen Verbänden, einschließlich anderer Rettungsorganisationen, zu bewerben.  

Thomas erklärt auch, dass die Unterstützung durch die Gemeinschaft für diese Trainingsmethode überwältigend positiv war. Die Öffentlichkeit weiß nur zu genau, dass je ausgebildeter die Rettungssanitäter sind, desto besser sind sie in der Lage, auf jede Art von Notfall zu reagieren. Wenn durch die Trainings Zeit eingespart wird, bedeutet dies, dass die Freiwilligen glücklicher sind und länger bei der Organisation bleiben. Zudem wird dem DRK dadurch ermöglicht, alle Krankenwagen aktiv und einsatzbereit zu halten, anstatt sie für die Ausbildung vor Ort zu nutzen.    

"Ohne freiwillige Helfer würde das deutsche Leben still stehen", sagte Thomas. "Keine Wochenendveranstaltungen, keine Straßenfestivals, Konzerte, Sportevents, nichts. All diese öffentlichen Veranstaltungen müssen gesetzlich durch Sanitäter bestückt sein. Daher ist allen die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit klar und sie sind extrem willig zu helfen.    Das ist der lohnendste Teil dieses Projekts." 

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