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03/14/2019

Leistungsverbesserung des Lasermessgerätes im Außenbereich - Bessere Sichtbarkeit des Laserpunktes

Von bwauters

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Wenn Sie im Freien und/oder über große Distanzen hinweg arbeiten, müssen Sie zwei Dinge beachten, damit das Laserdistanzmessgerät funktioniert: 1. Sie müssen sehen können, was der Laserstrahl anzielt. 2. Das "Lasermessmodul" muss genügend Lasersignale empfangen, um einen Messwert zu erhalten.  Ich werde heute die Themen "Laserpeilung" und "Sichtbarkeit", und in einem gesonderten Beitrag das Thema "Messmodul", näher erörtern.

Gibt es 4 weitere Möglicheiten, den Laserpunkt sichtbarer zu machen:

1. Wählen Sie ein hellfarbiges Ziel: Es ist um Einiges einfacher, bei Distanzmessungen den Laserpunkt auf hellfarbigerem Hintergrund zu sehen. Es klingt einfach und wäre es auch, wenn es nicht viele Situationen gäbe, bei denen es so einfach nicht funktioniert.

Lasermessgeräte werden nämlich oft für Messungen an gefährlichen oder schwer zugänglichen Orten eingesetzt. Nehmen wir an, Sie sind ein Verkehrsplaner und müssen die Breite einer Fahrbahn ausmessen. Wenn nun die Stützmauer auf der gegenüberliegenden Seite aus Metall ist, wäre es nicht ganz so einfach, den Verkehr zu stoppen, nur damit Sie über die Straße gehen könnten, um auf der anderen Seite ein weißes Stück Papier anzukleben.

Lasersichtbrille

2. Lasersichtbrille für eine verbesserte Sichtbarkeit von roten Laserlinien: Diese Brille lässt einerseits den Laserstrahl durch Reduzierung des in ihr Auge tretenden Umgebungslichtes heller erscheinen und andererseits filtert sie das rote Licht des Lasers. Das Ergebnis ist, dass der rote Laserstrahl heller und die Umgebung etwas dunkler erscheint.

Obwohl diese Lasersichtbrille die Helligkeit des roten Laserpunktes wirkungsvoll erhöht, gibt es keine Garantie, dass Sie mit dieser Brille den roten Laserpunkt bei allen Lichtverhältnissen sehen können. Verwechseln Sie diese Brille nicht mit einer LaserSCHUTZbrille, die genau das Gegenteil bewirkt. Laserschutzbrillen lassen das Umgebungslicht durch und BLOCKIEREN die Frequenz des roten Laserlichts.

Kosten: Je nach Qualität zwischen 5 und 30 €

3. Laserdistanzmessgerät mit integriertem optischen Zielsucher: Leica Geosystems platzierte schon bald nach der Einführung des ersten Laserdistanzmessers im Jahre 1993 einen optischen Zielsucher auf dem Markt. Diesen gibt es also schon genauso lange, wie die handgeführten Laserdistanzmesser selbst.

Im Jahr 2003 wurde der erste integrierte optische Zielsucher beim Leica DISTO Classic5 mit 2-fach Zoom vorgestellt (siehe Foto). Diese Option war äußerst beliebt und viel günstiger als ein externer Zielsucher.

integrierte optische Zielsucher

 

Vorteile
  • Egal unter welchen Bedingungen, der Laserpunkt ist immer sichtbar
  • Kompaktes integriertes Design
  • Ausgerichtet mit Messmodul
  • Relativ preiswert
Nachteile
  • Bild nur 2-fach vergrößerbar
  • Ausrichtung ohne Stativ schwierig
  • Das Auge muss sehr nahe am Gerät sein (für Brillenträger ein noch größeres Problem)
  • Schwer einsetzbar im niedrigen bzw. erhöhten Einsatzbereich
  • Ermüdend bei Verwendung über längeren Zeitraum

Preis: Laserdistanzmesser mit intergriertem Zielsucher von Drittanbietern ca. 265€

4. Laserdistanzmesser mit digitalem Punktsucher: Eine Option seit 2006, als die ersten Laserdistanzmessgeräte mit integrierter Digitalkamera und Zoomtechnologie den Markt erorberten.

Digitale Zielsucher

Die ersten, digitalen Zielsucher vewendeten 16-Graustufen Displays mit 3-fach Zoom - die Reaktionszeit war jedoch langsam. Im Jahr 2009 wurde dann der Leica DISTO D5 eingeführt, mit dem weltweit ersten farbigen digitalen Punktsucher und 4-fach Zoom.

Eine wichtige Einschränkung bei optischen Zielsuchern ist, dass in den Zielsucher geblickt werden muss und nicht auf die Tastatur. So wie bei einer guten Digitalkamera, zeigt auch das moderne digitale Punktsucherdisplay das Ziel (4-fach Zoom) an. Sich über den Laserdistanzmesser zu bücken bzw. seitlich in ihn hinein zu schielen gehört der Vergangngeheit an. Schauen Sie nun auf den gestochen scharfen Farbdispay, um Ihren Messpunkt im Fadenkreuz zu erblicken. 

Die im Gerät vorhandenen verschiedenen Zoomstufen ermöglichen es dem Anwender, sich an das Ziel heranzuzoomen.  In der unteren Graphik ist das Sichtfeld, d.h. die sichtbare Fläche auf dem Display des Lasermessers, bei den einzelnen Zoomschritten erkennbar. Es ist auch zu sehen, wie ein 65' (ca. 20 m) weit entferntes Ziel aussieht, wenn man den im D510, D810 touch und S910 Lasermessgerät befindlichen Zielsucher benutzt. Besagter D810 touch verfügt auch über eine Weitwinkelkamera.

Geräte mit Zielsucher haben 1 oder 2 intergierte Objektive, um 4-fache Zoomleistung zu bieten.

(Die Punkte auf dem ganz rechts gezeigten Bild (4-Zoom) zeigen tatsächlich die Struktur des Gipsverputzes der ca. 20 m weit entfernten Wand.)

Preis – Digitale Zielsucher sind in den Leica DISTO Laserdistanzmessgeräten D510 (549€), D810 touch (779€) und S910 enthalten.

Kurzum 4 Möglichkeiten, um Geld, Zeit oder beides zu sparen. Verbessern Sie Ihr Potential durch Arbeiten im Außenbereich mit Ihrem Laserdistanzmessgerät. Meine Meinung zu diesem Thema? Wenn es sich um Geräte handelt, die ich für meine Arbeit brauche, habe ich es noch nie bereut, gute Qualität zu kaufen. Bereut habe ich jedoch fast jeden Kauf von alter Technologie, auch wenn ich diese zum Schnäppchenpreis bekam.

Ich bedanke mich besonders bei Diane Auer, Produktmanager der Abteilung Laserdistanzmesser bei Leica Geosystems, Heerbrugg, Schweiz, für ihre Unterstützung bei der Erstellung dieses Artikels.

HB

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