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Cartoon man standing in front of a blue background

Demokratisierung der Realitätserfassung, Teil 1: Kann ein absoluter Anfänger 3D-Laserscanning lernen?

Von Christopher Curley

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02/23/2023

Willkommen zum ersten Teil dieser Serie, in der ein Neuling auf dem Gebiet der Realitätserfassung das gesamte BLK-Sortiment ausprobiert, um zu sehen, inwieweit es für jemanden ohne Vorkenntnisse möglich ist, sich mit den Hardware- und Software-Workflows von Leica Geosystems vertraut zu machen.


Cartoon-Männchen mit einem BLK360 G1 in der HandHallo. Mein Name ist Chris Curley und ich bin einer der Werbetexter bei Leica Geosystems. Mein beruflicher Hintergrund liegt im Journalismus und im Brand-Storytelling, d. h. zwei Bereiche, die, wie Sie vielleicht bemerkt haben, nichts mit Laserscanning, Realitätserfassung oder Vermessung zu tun haben.    

Nachfolgend eine kurze Auflistung von Begriffen und wie ich sie definiert hätte, bevor ich im März 2022 zu Leica Geosystems kam:

Laserscanner: Ein Gerät, das Dokumente digitalisiert und sie auf meinem Computer speichert.

Gerät zur Realitätserfassung: Eine Oculus Rift Brille?

Punktwolke: Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es hört sich für mich nach einer Wetterbedrohung an.

(Gelächter im Publikum, das sich aus Sachverständigen und Fachleuten für die Erfassung der Realität zusammensetzt).

Obwohl ich mich für alles Technische unendlich begeistern kann, war ich zu Beginn meiner Tätigkeit mit der Welt der Architektur, des Ingenieurwesens und des Bauwesens - den Bereichen, in denen Leica Sensoren unverzichtbar sind - nicht viel weiter vertraut, als dass ich wusste, wofür das Akronym CAD steht.

Doch als die Markteinführung des neuen Leica BLK360 näher rückte und ich an einer Retrospektive über die BLK-Serie arbeitete, stieß ich auf einen Satz, den ich schon mehrmals gelesen und gehört hatte: Die BLK-Sensoren wurden entwickelt, um "die Erfassung der Realität zu demokratisieren", d. h., dass deren Preis und Benutzerfreundlichkeit es selbst jemandem wie mir, der keine Erfahrung auf diesem Gebiet hat, ermöglichten, einen Scanner in die Hand zu nehmen und loszulegen.

Wirklich?

Ich schlug vor, dieses Konzept auf die Probe zu stellen.

Kann ein Anfänger ohne jegliche Erfahrung diese Geräte wirklich richtig bedienen, ohne es zu vermasseln?

Lass es uns herausfinden.

Hurrikan 360

Das Team entschied, dass ich zuerst einmal mit dem Leica BLK360 G1 anfangen sollte, wenn ich das Scannen lernen wollte, und dass der beste Ort dafür mein Haus wäre.

Diese Strategie hatte einen gewissen praktischen Reiz. Ich lebe in New Orleans, das schon so manche Wetterkatastrophe erlebt hat, und wir befanden uns gerade auf dem Höhepunkt der Hurrikansaison, als der G1 bei mir einlangte. Eine der Empfehlungen der Behörden für die Vorbereitung auf Hurrikane ist das Fotografieren von Eigentum vor Beginn der Stürme. Dies rein aus versicherungstechnischen Gründen. Viele Versicherungsunternehmen empfehlen auch, Fotos oder Videos von den Innenräumen der Häuser zu machen, um sowohl den Bauwerkszustand als auch den Zustand der Einrichtung zu dokumentieren, sollte der schlimmste Fall eintreffen.      

Dies war also eine einmalige Gelegenheit, nicht nur die notwendigen Vorbereitungen für die Sturmsaison zu treffen, sondern auch einen millimetergenauen digitalen Zwilling des Innen- und Außenbereichs meines Hauses zu erstellen. Ich bin mir sicher, dass nur wenige Versicherungssachverständige so etwas je gesehen haben.  

Einrichten meiner ersten Scans

Eigentlich wollte ich sowieso mit dem BLK360 G1 starten.BLK360 mit Zubehör und Einsatztasche

Nach der Markteinführung des neuen Leica BLK360 mit seinem schlankeren Profil, der schnelleren Erfassung und der automatischen Registrierung im Feld wäre es verlockend gewesen, direkt auf das neueste fortschrittlichere Gerät zu wechseln. Aber ich hielt es für die bessere Idee, sich in jene aufregende Zeit im Jahr 2016 zurückzuversetzen, als der erste BLK360 die Scanszene veränderte. Außerdem konnte ich so lernen, wie man Scans selbst ausrichtet (manchmal ist es nicht ratsam, die Dinge zu einfach zu halten).      

Ich werde meine ersten Eindrücke über ein sechs Jahre altes Produkt nicht weiter erläutern. Dennoch war es reines Vergnügen, die Tasche zu öffnen, das Stativ zum ersten Mal aufzustellen, die Akkus des G1 aufzuladen und den schlanken schwarzen Sensor aus der Schutzhülle zu nehmen, wobei ich mich ein wenig wie ein ungeschickter, aber dennoch sehr gut ausgebildeter Agent des Mission Impossible Teams fühlte.  

Ich hatte schon viele Bilder und Videos gesehen und über das Gerät geschrieben, aber zu sehen, wie der Scanner hochfährt und von einem blinkenden gelben Licht auf ein grünes Dauerlicht wechselt, hat mich trotzdem begeistert. Wie viele andere preisgekrönte technische Entwicklungen hat auch dieser kleine Kerl Persönlichkeit.  

An dieser Stelle wurde mein Enthusiasmus kurz unterbrochen. Ich musste mich nun nicht nur bei Cyclone Cloud registrieren, um Cyclone FIELD 360 nutzen zu können, sondern auch die Einrichtungsprozesse durchlaufen, um den Scanner mit meinem iPhone zu verbinden. Aber schon nach kurzer Zeit begann mein G1 mit meinem Telefon und umgekehrt zu kommunizieren. Nun war die Zeit gekommen, um loszulegen.
 

Erwartungen und Realität: Scannen und Ausrichten vor Ort

Das Scannen selbst war ein Kinderspiel.

Dank der von FIELD 360 generierten Live-Vorschau der direkt aufgenommenen Scans war es einfach zu erkennen, wo die Schatten der Scans lagen und wo ich die nächsten Aufnahmen machen musste. Und die Funktion zur Vorabausrichtung eines Scans auf den nächsten funktionierte ganz hervorragend. Auch das Zoomen mit den Fingern und das Drehen der Ausrichtung der Scans auf dem Smartphone-Bildschirm, wenn keine Möglichkeit zur Vorabausrichtung bestand, war fast genauso einfach. Ich fing an, die Funktionsweise unserer Technologie besser zu verstehen und es war mir klar, dass ich von der über Jahre hinweg erfolgten Softwareweiterentwicklung profitierte, um diese Kenntnis zu erlangen.      

Aber das Scannen wurde zu einer Art Aufgabe für mich. Ich erledigte das Scannen meines Hauses über mehrere Tage hinweg in zwei Arbeitsschritten: Innen- und Außenbereich (was sich später zu einem kleinen Albtraum entwickeln sollte, als ich meine Scans bereinigen musste). Während der Scans der Innenräume musste ich mein Kleinkind verstellen, den Außenbereich hingegen scannte ich während es in der Kita war.  

Als ich draußen scannte, gab mein iPhone in der Hitze von New Orleans seinen Geist auf, während der BLK360 G1 weiter funktionierte. Jetzt verstehe ich, warum so viele Profis anstelle der App mit der Scantaste arbeiten. Das spart vor Ort eine Menge Zeit, auch wenn es bedeutet, dass der anschließende Download der Scans mehr Zeit erfordert.    

Ich bedaure nur, dass ich nicht in der Lage war, das gesamtes Dach meines Hauses zu erfassen. Ich bin zwar auf eine Leiter geklettert und habe zwei Scans gemacht, aber es gab keinen geeigneten Platz, um die höchsten Giebel in der engen städtischen Umgebung zu erfassen. Plötzlich wünschte ich mir, einen Leica BLK2FLY für diese Arbeit zu haben.    

Scannen des Innen- und Außenbereichs eines Hauses mit dem BLK360 G1

Registrierung mit REGISTER 360 PLUS

Erinnern Sie sich an den Slogan des alten Spiels Othello? "Eine Minute, um es zu lernen. Ein Leben lang, es zu meistern."    

So ging es mir in etwa, als ich die Scans vom G1 in Leicas Software-Workflow, Cyclone REGISTER 360 PLUS (BLK Edition), herunterlud.

Das erinnerte mich an etwas, das Filmemacher oft sagen: Trotz der enormen Menge an Technik und Talent, die in einen Film einfließen, wird er in Wirklichkeit im Schneideraum "gemacht".

Ebenso wurde deutlich, dass das Scannen vor Ort nur der erste Schritt im Prozess der Realitätserfassung ist, und dass der nächste Schritt darin besteht, was die Leute mit ihren Punktwolken machen, nachdem sie sie bereinigt und für die Veröffentlichung vorbereitet haben.

Zunächst schien REGISTER 360 PLUS entmutigend. Aber in derselben Art und Weise entmutigend, wie es auch z. B. die leistungsstarken Softwareprogramme Adobe Suite oder AutoCAD sind.    

So entstand das, was in den folgenden Wochen zu meinem Mantra werden sollte: GsDgeAF.

Das heißt: Gott sei Dank gibt es Andy Fontana.

Der BLK-Spezialist bei Leica Geosystems ist berühmt für seine Videos über die BLK-Produkte. Daher war auch sein 45-minütiges Tutorial über die Kombination und Bereinigung von Scans mit REGISTER 360 PLUS unverzichtbar. Es war sozusagen mein Rettungsanker in unsicheren Gewässern.  

Es dauerte nicht allzu lange, bis ich Spaß am Ausrichten und Bereinigen von Scans hatte. Ich machte zwar einige Fehler, lernte jedoch auch, sie zu beheben. Ich spulte die Videos immer wieder zurück und sah sie mir wiederholt an, um alles richtigzumachen. Also GsDgeAF. Danke, Andy.        

Demokratie auf jeder Ebene

Ich hatte nun zwei Aufträge mit jeweils fast 20 Aufnahmen zusammengeführt, die Scans ausgerichtet, die Punktwolken bereinigt, registriert und sogar in REGISTER 360 PLUS veröffentlicht. Finden Sie nicht auch, dass ich dazu beigetragen habe, den Anspruch, Realitätserfassung zugänglich zu machen, zu realisieren?    

Ja, und zwar in demselben Ausmaß, wie jeder auch in etwa fotografieren kann. Allerdings braucht es aber auch hierfür einige Zeit, um ein professioneller Fotograf zu werden.

Ich habe mein Haus zwar gescannt, und obwohl ich ein absoluter Anfänger bin, konnte ich auch die Realität ohne allzu große Probleme erfassen, abgesehen davon, dass ich die Grundlagen der Hard- und Software erst lernen musste. Aber es war nicht perfekt. Wenn ich an die Fachleute denke, die dies tun, und an die Zeit, die es braucht, um die Arbeitsabläufe zu beherrschen, weiß ich die Arbeit, die sie leisten, um genaue Messungen zu erhalten, diese korrekt auszurichten und die Daten für die Verwendung in den von ihnen und ihren Kunden genutzten Anwendungen zu verarbeiten, viel mehr zu schätzen.    

Alles in allem war ich aber in der Lage, mit dem Scanner, der Software und einigen YouTube-Tutorials einen absolut nützlichen und funktionalen digitalen Zwilling zu erstellen.

Für einen totalen Neuling sieht das sehr nach der Demokratisierung der Realitätserfassung aus.

Mal sehen, wozu ich sonst noch in der Lage bin.


Verpassen Sie auf keinen Fall den zweiten Teil dieser Serie. Chris erkundet und scannt ein Originalwahrzeichen von New Orleans, das sich im zentralen Geschäftsviertel der Stadt befindet.